„Eine lobenswerte Initiative“ haben wir hier auf Bödexen.info die am vergangenen Donnerstag, 30. Januar 2020, vom Verein Kultur.Art Bödexen durchgeführte Informationsveranstaltung zum Thema Obstbäume genannt.

Wie NABU-Kreisvorsitzender Rudolf Ostermann in seinem Gastvortrag beeindruckend darstellen konnte, ist man woanders im Kreis Höxter schon ein paar Schritte weiter als in Bödexen. Allein die Mitglieder des Kreisverbandes NABU Höxter haben in den letzten sieben Jahren über 1500 Obstbäume für Neuanpflanzungen verschenkt und selbst oder mit Eigentümern von landwirtschaftlichen Flächen in die Erde gebracht. Begleitend wurden zahlreiche Blühwiesen angelegt, da von hier aus Hummeln, Wildbienen und andere Insekten zum Bestäuben der nebenan stehenden Obstbäume starten.

Wer auf die Frage: „Wie bekommen wir mehr Obstbäume ins Dorf?“ eine Antwort erwartet hatte, wurde leider enttäuscht. Das war wohl auch kaum anders zu erwarten, denn so einfach ist die Frage nicht zu beantworten. Da ist vieles zu bedenken und vorher zu klären. Was, wo, wie muss sorgfältig überlegt werden, damit man nicht eines Tages feststellt, nur Kümmerlinge großgezogen zu haben oder man nicht weiß wohin mit einem reichen Ernteangebot.

So wurden die zahlreichen Besucher der Informationsveranstaltung mit der Aufforderung entlassen: „Machen Sie sich bitte Gedanken und uns zu gegebener Zeit Vorschläge.“ Dazu ist zwar keine Eile geboten, sollte aber nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Das Leben eines Obstbaumes gleicht in etwa dem eines Menschen: „Es dauert bis er nennenswert Früchte trägt und stirbt mit etwa 70 bis 80 Jahren schon wieder“, weiß Elisabeth Heien-Berens, die als Streuobstwiesen-Beraterin bei der Informationsveranstaltung anwesend war. Sie wird jetzt mit Kultur.Art Bödexen ein Konzept erarbeiten, um dem NABU-Kreisverband Höxter möglichst schon im kommenden Herbst eine Wunschliste von Obstbäumen vorlegen zu können. Die von Rudolf Ostermann überreichte Liste infrage kommender alter Obstsorten ist erstaunlich groß. Wer sie einsehen will, sollte sich an den Vorsitzenden von Kultur.Art Bödexen, Bernward Meise, wenden.
G.W.H.

Unsere Antwort auf die Frage: „Wie bekommen wir mehr Obstbäume ins Dorf?

Bödexen.info stiftet einen Baum und sucht jemand, der einen weiteren stiftet. (Interessenten bitte bei Gisbert Hundacker melden)
Wir stellen uns vor, am Wittelweg zwischen den alten Obstbäumen ein junges Pärchen zu pflanzen: Die Champagner Bratbirne haben wir hier schon vorgestellt, nun haben wir unter den alten Apfelsorten auch noch eine Champagner Renette entdeckt. Machen Sie mit uns den Anfang – jetzt! Zur vorgezogenen Kostprobe erhalten Sie von Bödexen.info ein kleines Sortiment Delikatessen von der Champagner Bratbirne geschenkt.

   
Fotos: Äpfel: Pflanzmich, Birnen: Gartenpraxis