17.10.2022

In der Herbstausgabe 2022 der renommierten Zeitschrift für Regionalgeschichte im Hochstift Paderborn, DIE WARTE, hat Josef Forst einen weiteren interessanten Beitrag zur Geschichte der ehemaligen Mühlen in Bödexen, Fürstenau und Höxter veröffentlicht.

Wird die Mittelmühle, wie sie die meiste Zeit genannt wurde, auch nicht wie die Ölmühle, die Obermühle, die Voßmühle und die Weiße Mühle als solche noch heute erkannt, so war sie jedoch vier Jahrhunderte zwischen den zwei oben und den zwei unten gelegen. Und auch sonst hatte sie mit den anderen das gleiche Schicksal: Alle hatten stets „zu kratzen“, sprich, der Lebensstandard einer Müllerfamilie in Bödexen lag zwar über dem noch miserableneren der anderen Dorfbewohner, reichte aber kaum zum Leben.

So ist es kein Wunder, dass in der Mittelmühle zwischen ihrer Gründung im 17. Jahrhundert und dem Verkauf an die Familie Koß 1833 18 Pächter und Eigentümer nachgewiesen sind. Erst mit Heinrich Koß I. kam Wirtschaftlichkeit in die Mittelmühle und der spätere Übergang in die Neuzeit wurde mit Anschaffung einer Turbine und der Spezialisierung auf den Bäckereibetrieb ohne Brüche geschafft. So ist mit Heinz Koß V. und seinem Sohn Justin zwar nicht mehr ein Teil der Mühlengeschichte von Bödexen lebendig, aber voller Stolz können sie auf eine fast 400 Jahre alte lebenswichtige Produktionsstätte verweisen.

Quellennachweis: Die Warte Herbstausgabe 2022, Bonifatius-Verlag, Paderborn, S. 25-27
Hist. Foto: Archiv Udo Buch
G.W.H.