Mit einer lobenswerten Initiative will Kultur.Art Bödexen am Donnerstag, dem 30. Januar 2020, das Nachdenken über das Erhalten unserer Kulturlandschaft in Gang setzen. Das Einstiegsreferat wird der Kreisvorsitzende des NABU Höxter, Rudolf Ostermann, halten. Sein Verband beschäftigt sich schon seit über 100 Jahren nicht nur mit Fragen des Naturschutzes, sondern unternimmt auch trotz Widerstand ganz konkrete Schritte gegen eine zerstörerische Umgestaltung unserer Umwelt. Dazu gehört zum Beispiel die Initiative zur Neuanpflanzung von Streuobstwiesen mit vorzugsweise alten Obstsorten.

Längst hat man bei den Naturschützern erkannt, dass Idealismus langfristig allein nicht ausreicht, um Nachhaltigkeit zu erzielen. Es muss schon die Wirtschaftlichkeit mit in den Fokus genommen werden.

Für diesen Blickwinkel wird Dipl.-Ing. Stefan Berens, Leiter der Kreisstellen Höxter, Lippe, Paderborn der Landwirtschaftskammer NRW, in der zu erwartenden Diskussion sorgen. Vorweg sei dazu aber schon einmal die Vorsitzende des NABU NRW, Heike Naderer, zitiert, die auf einer Tagung zum Thema Streuobstvermarktung festgestellt hat: „Will man die Streuobstwiesen in einem größeren Umfang erhalten, kommt die Wirtschaftlichkeit ins Spiel.“ Der Erhalt von Streuobstwiesen sei aufgrund ihres Lebensraumes für mehrere tausend Tier-und Pflanzenarten natürlich vordringlich.

Kultur.Art Bödexen: Wie bekommen wir mehr Obstbäume ins Dorf? Donnerstag, 30. Januar 2020, 19.30 Uhr, Gaststätte Buch, Bödexer Tal 57

G.W.H.


Bild: Nabu, R. Ostermann (rechts)