Pétanque (Boule) wurde in Frankreich erfunden, dann haben sich die Italiener – warum auch immer – eine Variante mit Namen „Boccia“ ausgedacht. Vielleicht war es die Setzkugel „Chochonnet“, das „Schweinchen“, deren Name sie gestört hat. So haben sie die kleine Holzkugel in den schlichten „Pallino“, der „Spielball“, umbenannt.
Ob Boule oder Boccia, in Bödexen kann man ab jetzt auf dem Generationenspielplatz auf dem Mühlenberg je nach Lust und Laune beides spielen. Im Augenblick noch mit einer kleinen Einschränkung: Der Einbau einer festen „Foullinie“ für das Boccia-Spiel verzögert sich etwas. Wer es sportlich nimmt, begnügt sich derweil mit einem einfachen Strich, wie ja beim Boule auch der Wurfkreis entsteht.
Es kann also losgehen, in Sportschuhen mit glatter Sohle die glänzenden Kugeln möglichst nah an das Chochonnet oder den Pallino zu rollen oder zu werfen. Geeignet ist das gesellige Spiel für alle Generationen. Selbst wer Probleme mit dem Rücken hat, muss sich nicht nach den Kugeln bücken. Ein spezieller Magnet an einer Schnur ermöglicht das Aufheben in gerader Haltung.
Die Spielregeln hängen zwar noch provisorisch an der Rückwand der Schutzhütte, die Bahn selbst ist perfekt hergerichtet und schon fast zu schön glatt. Das Kugelset muss man natürlich mitbringen, den Zollstock kann man aber Zuhause lassen. Eine Messlatte wird in den nächsten Tagen das Angebot komplettieren.


Bleibt noch zu erwähnen: Die Idee, eine Boule/Boccia-Bahn auch in Bödexen anzulegen, stammt von Ratsmitglied Paul Völse. Der Ortsausschuss Bödexen hat den Vorschlag einstimmig begrüßt und auf Antrag des TuS Bödexen-Fürstenau, der die Bauregie übernommen hat, insgesamt 4000,- Euro für den Bau aus der Bauunterhaltungsspauschale der Stadt Höxter zur Verfügung gestellt.

Was noch zu erwähnen wäre, damit es nicht in Vergessenheit gerät: Das Balanciergerät, das wegen der Boule/Boccia-Bahn aus verschiedenen Gründen abgebaut werden musste, liegt  fast zugewachsen in einer Ecke des Generationenspielplatzes herum. Schade!

G.W.H.